Refitprojekt Deck mit Treadmaster
Herbst 2016
Die Erneuerung des Decks mit Treadmaster war vom Umfang her wohl unser aufwändigstes Projekt überhaupt und wurde von uns völlig unterschätzt. Obwohl es ein verlockendes Angebot eines Freundes gab, der genügend altes Teakholz gehortet hatte, welches er uns unschlagbar günstig überlassen hätte, haben wir uns für eine Neuverlegung eines Treadmasters entschieden. Der alte Belag hatte immerhin 35 Jahre gehalten.
Zuerst ging es daran, Schablonen jedes einzelnen Treadmaster-Flecken anzufertigen, da wir die Struktur des alten Belags erhalten wollten. Danach kam die schweißtreibende Entfernung des alten Belags, welcher nicht einfach weggestrahlt werden kann. Es kamen dabei allerlei Gerätschaften und Maschinen zum Einsatz. Als effizientestes Gerät hat sich schließlich ein scharfer Stechbeitel mit langem Stiel erwiesen.
Deck vom alten Belag entfernt
Das Abstrahlen des Decks wurde dann im gleichen Zuge wie das Abstrahlen des Unterwasserschiffes durchgeführt. Vorher mußten jedoch die Decksluken und einige Holzteile, welche nicht demontierbar waren, mit Tesakrepp Elefantenhaut abgeklebt werden. Die verschraubten Fenster konnten praktischerweise dranbleiben, da diese sowieso erneuert wurden.
Deck nach dem Strahlen
Nach dem Abstrahlen sollte schnellstmöglich die erste Grundierung aufgetragen werden. Insgesamt wurden fünf Grundierungsschichten aufgetragen. Anschliessend wurde auf den Flächen, welche frei bleiben sollten, wo also kein Treadmaster verlegt wurde, der eigentliche Deckslack aufgetragen. Wie schon beim Unterwasserschiff, wurden wir dabei professionell unterstützt.
lackiertes Deck, vorbereitet für die Verlegung des Treadmasters
Als nächster Schritt wurden die Treadmaster-Flecken mit der gleichen Struktur, wie sie vorher angeordnet waren, ausgelegt. Dann begann ein wahrer Abklebemarathon. Jeder Flecken muß rundherum exakt abgeklebt werden, damit der überschüßige 2-Komponentenkleber nicht auf die lackierte Fläche kommt. Der 2-Komponentenkleber wird mit einer Zahnspachtel innerhalb der Abklebungen aufgetragen und der Flecken dann möglichst präzise angesetz,t damit er mit einer Rolle ohne Lufteinschlüße aufgetragen werden kann. Die ersten Flecken sind echt schwierig zu verlegen, danach kommt aber die Routine und es wird einfacher. Wichtig ist auch, das Abklebeband sofort nach dem Andrücken des Fleckens zu entfernen; und das ohne den herausgedrückten 2-Komponentenkleber zu verschmieren. Nach dem Aushärten des Klebers beginnt der zweite Abklebemarathon. In einem Abstand von ca. 3mm muß um jeden Flecken abgeklebt werden, damit die Fugenmasse nicht auf die lackierte Fläche kommt. Dann wurde mit Sikaflex vorsichtig verfugt und wie schon vorher, das Klebeband danach sofort abgezogen.
Insgesamt hat der Neuaufbau des Decks vier Wochen gedauert. Der Aufwand war enorm, aber es hat sich absolut gelohnt.
feriges Deck